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Frauenpower und Hip-Hop – Beschwingt im Südpol

26. Mai 2019 < 1 min read

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Frauenpower und Hip-Hop – Beschwingt im Südpol

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Es ist Samstagabend (der gestern), im Südpol dröhnen Beats und Lyrics von Princess Nokia und Cardi B aus den Boxen. Ganz unter dem Motto Hip-Hop-Night legt DJ Kiasa auf.

Später tritt dann die 21-jährige Wädenswiler Rapperin ZZ Amparo auf die Bühne und überrascht mit gekonnt schnell gerappten Lines. Sie nimmt mehrmals Kontakt mit der vor allem aus Frauen bestehenden Crowd auf. Mac Miller‘s Lied Nikes on my feet mischt sie auf freche Art und Weise neu auf und ihre etwas rauchige Stimme fügt sich gut darin ein. In ihren Texten betont sie wer sie ist und was sie kann. Dominant und mit viel Frauenpower geht‘s dann weiter mit Tracy De Sà.

Die in Goa geborene Rapperin bringt einen von Reggaeton und Indischer Musik geprägten Hip-Hop mit und überzeugt mit einer extremen Ausdauer bezüglich schnellem und zugleich kräftigen Rappen. Vorwiegend rappt sie auf Englisch, im Song Por Aquí vereint sie aber gerade drei Sprachen miteinander: Französisch, Englisch und Spanisch. Begleitet wird sie vom DJ Comix Del Biagio, der immer wieder scratcht mit solider Nutzung des Faders am Mischpult. A-Trak oder Doobious lassen grüssen. Zum Teil spielt er sogar Kicks und Snares live ein. „My body is just mine it ain’t nobody’s“ singt sie in hoher Stimmlage und spätestens da merkt man, wie sie Frauenpower lebt und somit ausstrahlt. Vor kurzem veröffentlichte Tracy De Sà ihr erstes Album „Commotion“ und darin gibt es auch ein Feature von KT Gorique.

Sie endet ihr von schnellem Wortschwall geprägtes Konzert mit dem motvierenden Song Loudspeaker und tanzt in der überschaubaren Menge mit.

Bild: Jean-Baptiste Barbier